Jedes Kind lernt anders – ActivExpression in der Grundschule

    Jedes Kind lernt anders – ActivExpression in der Grundschule

    Project Description

    Jedes Kind lernt anders – der Einsatz von ActivExpressions in der Grundschule

    ActivExpression in der Grundschule

    An der Grundschule Freiherr-vom-Stein in Koblenz hat man keine Berührungsängste, was den Einsatz digitaler Medien für den Unterricht anbelangt: Kinder sollen lernen – auch den Umgang mit modernen Technologien. Neben interaktiven Whiteboards und Schüler-Notebooks kommen seit mittlerweile vier Jahren auch ActivExpression-Geräte zum Einsatz. Dahinter verbirgt sich ein Schülerfeedback-System von Promethean, mit dessen Hilfe schnell und unkompliziert Fragen gestellt werden können, auf die dann jeder Schüler per Knopfdruck oder Texteingabe antwortet – eine Pflicht, die die Schüler nur zu gerne erfüllen, denn sie sind fasziniert von allem, was mit Computern zu tun hat.

    Die Grundschule Freiherr-vom-Stein in Koblenz (Steinschule) ist eine integrative Schule, in der sich die unterschiedlichsten Kinder mit oder ohne sonderpädagogischem Förderbedarf individuell entwickeln und mit Spaß und Neugier lernen sollen. Die Zahl der Integrationskinder mit individuellem Förderbedarf pro Klasse schwankt an der Steinschule zwischen einem Kind und drei Kindern bei einer Klassenstärke von bis zu 21 Schülern. Diese Form des gemeinsamen Unterrichts für diese unter Umständen sehr heterogenen Schülergruppen stellt die Lehrer der Steinschule vor die Herausforderung, die Lernfortschritte der Kinder individuell zu betrachten, um sie dann ebenso individuell fördern und auf dem Weg zu den nächsten Lernzielen begleiten zu können. Die Steinschule nutzt seit vier Jahren einen Klassensatz des Schülerfeedback-Systems ActivExpression. Diese Geräte ermöglichen es, zwischendurch immer wieder Antworten einzuholen, um den Lernstand – entweder der gesamten Klasse oder der einzelnen Schülers – zu ermitteln und sich so einen schnellen Überblick zu verschaffen, wie weit die Kinder sind.

    Die Herausforderung – Jedes Kind lernt anders …

    An jeder Schule und in jeder Klasse gibt es Kinder, die lebhafter sind, und solche, die ein bisschen schüchterner und stiller sind, es gibt Kinder, die schneller lernen und solche, die sich zumindest in manchen Fächern schwerer tun als ihre Mitschüler. Das stellt den Lehrer vor die schwierige Aufgabe, das Lernniveau jedes einzelnen Schülers zu erkennen, um das Beste aus ihm herausholen, ihn bestmöglich fördern zu können – und zwar nicht nur dann, wenn die Klassenverbände wie an der Steinschule integrativ sind. So heißt es denn auch im „Leitkonzept zeitgemäßer Grundschularbeit“ des Grundschulverbandes:

    „Für eine Schule mit in der Regel sehr heterogener Zusammensetzung ist es normal und unabänderlich, dass verschiedene Kinder die für alle gemeinsamen Ziele immer in jeweils unterschiedlicher Annäherung oder Ausprägung erreichen. Wichtig ist, dass kein Kind hinter sich selbst zurückbleibt und am Ende ein jedes so viel geschafft hat, wie man bei optimaler Förderung durch die Schule von ihm erwarten durfte. Diese Feststellung setzt jedoch eine kontinuierliche differenzierte Lern- und Leistungsdiagnostik und ehrliche Lernerfolgsrückmeldungen voraus.“ Auch für den neuseeländischen Bildungsforscher John Hattie, der für sein Buch „Visible Learning“ mehr als 800 Metaanalysen weltweit daraufhin ausgewertet hat, was guten Unterricht ausmacht und wie Kinder lernen, haben alle Informationen einen besonderen Stellenwert, die bereits während des Lernens Auskunft über Lernmöglichkeiten, Lernprozesse, Lernstand und Lernerträge der Kinder geben. Diese Art der formativen Evaluierung zeigt dem Lehrenden, wie wirksam sein Unterricht wirklich ist und wo die Schüler stehen. Das erlaubt es ihm, entsprechend flexibel zu reagieren und auf dieser Basis passende pädagogische Angebote zu gestalten.

    Die Lösung – Rückmeldung durch jedes einzelne Kind

    Wie an allen Schulen geht es auch an der Steinschule letztlich um zwei Dinge: die Kinder einerseits immer wieder neu zum Lernen zu motivieren, und sich andererseits möglichst schnell einen Eindruck davon zu verschaffen, wie weit jeder einzelne Schüler ein Thema durchdrungen hat, um ihn individuell fördern zu können.

    Vor vier Jahren beschloss die Steinschule daher, das Schülerfeedback-System „ActivExpression“ zu testen, das sowohl schnelle Lernstandsabfragen, als auch eine kontinuierliche Evaluation ermöglicht. Bei diesem System bekommt jeder Schüler ein ActivExpression-Gerät an die Hand, das über einen Hub mit dem PC des Lehrers bzw. des ActivBoards verbunden ist. Der Lehrer stellt Fragen oder Aufgaben, die an dem Handcomputer von jedem einzelnen Kind beantwortet werden können – die Feedback-Möglichkeiten variieren je nach Aufgabenstellung.

    Der Lehrer wiederum kann die Ergebnisse mittels Projektion für die ganze Klasse z. B. am interaktiven Whiteboard sichtbar machen, oder sie auf seinem PC abrufen, um sich anzusehen, welches Kind was und wie schnell geantwortet hat. Auf diese Weise kann der Lehrer seinen Schülern schnell eine konstruktive Rückmeldung geben, wo sie gerade stehen und was sie noch tun müssen, um die Lücke zu füllen.

    Heiko Staub, Klassenlehrer einer ersten Klasse an der Steinschule, hat Übung im Einsatz der ActivExpression-Geräte: „Der Papagei Pipo möchte ein Spiel mit Euch spielen“, leitet Staub die Unterrichtseinheit mit den ActivExpression- Geräten ein. „Was mag Pipo besonders?“ Nach den ersten Versuchen kommen die Kinder dahinter, dass es Sachen sind, in denen ein „P“ vorkommt. Bei jedem Gegenstand, den Staub am ActivBoard als Bildchen zeigt und laut benennt, drücken die Schüler eifrig die Tasten, um mit Ja oder Nein zu antworten, je nachdem, ob sie meinen, dass sie mit einem „P“ geschrieben werden oder nicht. Staub ruft nach jeder Antwortrunde ein Balkendiagramm am ActivBoard auf. Wenn der überwiegende Teil richtig lag, brandet Jubel auf. Staub: „Natürlich kann ich auch herausfinden, welche Schüler die richtige Antwort gegeben haben, aber in diesem Fall geht es um eine spielerische Einführung eines neuen Buchstabens, es ging um das aktive Hören und da ist es mir wichtiger, dass die Kinder einfach mal sehen, wie viel sie gemeinsam richtig haben. Sie sind dann mit Spaß bei der Sache, wollen gemeinsam möglichst gut sein, und das hat einen großen Lerneffekt.“

    Doch Staub und seine Kollegin Diana Pretz setzen die Geräte auch anders ein – etwa um sich im Mathematikunterricht einen Eindruck von den Kopfrechenkünsten jedes Kindes zu verschaffen: „Gerade beim Kopfrechnen sind die Geräte wirklich toll. Denn ich kann ganz genau schauen, wer welche Antwort gegeben hat, wie schnell ein Kind im Kopfrechnen ist, und wo genau der Fehler steckt, ob es sich nur um einen Zahlendreher handelt, sich da einer um Eins verrechnet hat oder ein ganz abstruses Ergebnis rausgekommen ist“, erklärt Staub.

    ActivExpression wird aber auch bei Leseübungen eingesetzt, um herauszufinden, ob ein Text verstanden wurde, oder einfach einmal für eine Stimmungsabfrage zwischendurch.

    Das Fazit – Fortlaufende Analyse der Kompetenz jedes einzelnen Kindes

    „Die ActivExpression-Geräte schaffen es, die Kinder in ihren Bann zu ziehen. Wenn meine Schüler sehen, dass ich die Feedback-Geräte heraushole, sind alle bei der Sache“, so Staub. Das Schöne daran sei aber vor allem, meinen Pretz und Staub, dass bei der Arbeit mit den Geräten alle Kinder gleichermaßen gefragt seien, und sich auch die zurückhaltenden Schüler äußern könnten. Auf diese Art erhalte man kontinuierlich einen relativ objektiven Blick auf das Lernniveau jedes Kindes und könne dann ganz individuell darauf reagieren.

    Somit wird ActivExpression an der Steinschule auch als Werkzeug zur Lernprozessanalyse genutzt, um den jeweiligen Lernstand zu ermitteln – Leistungsevaluation im Vergleich mit dem Rest der Klasse spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle, Ziel ist es, von der ersten Klasse an die Lernprozesse jedes einzelnen Kindes zu optimieren.

    Heiko Staub, Lehrer

    Grundschule Freiherr-vom-Stein, Koblenz

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